So Können wir nicht arbeiten!

Liebe Hamburg,

damit wir nicht direkt auf dem falschen Fuße starten, zunächst mal ein großes Lob zu der Entscheidung der Hamburger Kulturszene mit dem „Kultursommer“ in diesem Umfang unter die Arme zu greifen. Für uns alle eine Hilfe, für einige die Rettung nach anderthalb sehr schwierigen Jahren. Kein Zweifel also, wir sind hier auf dem richtigen Weg.

Doch wir müssen dabei bleiben: So können wir nicht arbeiten.

Nach mehr als einem Jahr der pandemiebedingten Pause und den damit einhergehenden Schwierigkeiten wird ein werbewirksamer „Kultursommer“ ins Leben gerufen, der die mehr als 20 Millionen Euro Budget in ein Zeitfenster von nur 4 Wochen zwingt. Diese Konditionen, sind nur unter enormer Verausgabung der Kulturschaffenden einhaltbar. Natürlich nehmen wir das Angebot an, wir alle liebe was wir tun, halten es für gesellschaftlich relevant - und brauchen schlicht auch das Geld. Aber warum nicht anders?

Was ist das Problem?!

Aber wir wollen nicht nur meckern.

Was hier beginnt, könnte in Zukunft zu einer wirklich gut geförderten Kultur in unserer Stadt führen. Deshalb hier unsere Vorschläge, damit wir wirklich arbeiten können:

Um Bestehendes zu sichern und immer wieder Neues zu ermöglichen, braucht es dauerhafte Perspektiven und verlässliche Strukturen, die durch alle Beteiligten gestaltet werden können. Kultur lässt sich nicht auf gut vermarktbare Events herunterbrechen und ist auch wirtschaftlich nicht zu quantifizieren. Sie ist Teil des gesellschaftlichen Lebens, der Stadt und Politik - und sollte auch so behandelt werden.

Danke für deine Aufmerksamkeit. Wir freuen uns schon jetzt auf die nächsten 12 Monate Kultursommer!

Unterstützer*innen:

Mundhalle eG